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Es ist die Zeit der großen Abschiede im Nashorngehege. In den letzten Wochen hatte unsere Redaktion die traurige Aufgabe viele langgediente Footballgrößen in den sportlichen Ruhestand zu verabschieden.

Vik SS 2017

Zu guter Letzt, als letzten dieser Gruppe wollen wir heute unseren langgedienten Headcoach Adi Zenz verabschieden, der mit dem Ende dieser Saison sein Zepter an die nächste Generation weitergibt und die „Sideline“ verlässt. Nach acht Jahren an der Spitze des Trainerstabes hat sich unser alter Mann dazu entschlossen, dass es Zeit ist Platz zu machen.

Rückblick

Seine Laufbahn im American Football begann 1998 als er zum ersten Mal bei den Giants angeheuert hat um sich einen Jugendtraum zu erfüllen. Ab 1999 war er Teil der Grazer, die damals noch an der Spitze der heimischen Nahrungskette zu finden waren. Nach einigen Jahren als aktiver Spieler (bis 2005) unterstützte er sein damaliges Team danach in der Organisation und für drei Saisonen sogar als Stadionsprecher. Seine erste Footballkarriere endete 2008 in Wolfsberg mit dem zehnten Titelgewinn für den einstigen Serienstaatsmeister aus der Mur Metropole.

Giants 2002

EFAF Cup Sieg 2002 gegen die Badalona Drags / zweite Reihe mitte

Als Spieler durfte er drei Mal in der Austrian Bowl antreten und sich über zwei Europacupsiege mit den Giganten freuen. Nach seiner aktiven Zeit blieb er Teil der Giants Organisation. Ein dritter EFAF Cup Erfolg und der 10te Staatsmeistertitel waren die Ausbeute in der Zeit als er den Giants als Stadionsprecher und Gamedaymanager zur Seite stand. 2008 war dann Schluss nachdem man in Wolfsberg die Austrian Bowl erringen konnte. Danach war er für einige Jahre aus der Footballwelt verschwunden, bevor er durch einen glücklichen Zufall bei den Rhinos gelandet ist.

Giants aus der alten WElt

gegen die Vikings auf der Schmelz, als die Giants Welt noch in voller Blüte stand, 1999 aus einem Zeitungsartikel

Nach sieben Jahren Abseits des „Grid-Irons“ kam es dann zu einer schicksalhaften Begegnung. Thorsten Almer, Präsident und Mitgründer der Nashörner, hat den damals 38-jährigen kontaktiert, man hat sich daraufhin im Kapfenberger Kino zu einer Unterredung getroffen. Selbst ein Ex-Gigant hatteAlmer den Namen bis dahin noch nie gehört und war sich nicht bewusst, wen er da treffen würde. Nach gut zwei Stunden wusste er Bescheid. Es war der 26. Juni 2015 als Almer sich von einem wortgewaltigen Orkan, den Zenz immer „die Vision“ nannte, überzeugen ließ und alle Macht in seine Hände legte. Das gerade frisch gegründete Team war auf der Suche nach einem Mann, der ein wenig Erfahrung einbringen konnte, fündig geworden und so war man sich schnell einig. Zu Beginn noch von der Idee getrieben selbst mit am Feld zu stehen war bald klar, dass es zum aktiven Spieler nicht mehr reichen wird. Drei Mal stand Zenz mit seinen Rhinos als Spieler noch am Feld bevor ihn die Vernunft zu einem Vollzeit Trainer machte.

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der Tag der Erkenntnis, als Spieler wirds wohl nichts mehr werden. Almer und Zenz im Gespräch

Man darf es wohl mit Fug und Recht behaupten, dass es ohne Ihn wohl nie so weit gekommen wäre. Es die Rhinos heute in dieser Form nicht geben würde, wenn das Schicksal nicht für diese Begegnung gesorgt hätte. Fortan leitete Adi Zenz alle sportlichen Belange der Rhinos mit eiserner Faust, aber auch mit genug Fingerspitzengefühl um das Team schnell und nachhaltig zu verbessern. Thorsten Almer hatte seine erste wichtige Gallionsfigur gefunden und konnte sich selbst aufs Spielen konzentrieren.

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erster Sieg der Rhinos Vereinshistorie und für Zenz als Trainer, Herbst 2016 im Munstersbowl gegen die Altwikinger

Was soll man sagen. Er wurde ein besserer Coach als er es als Spieler jemals war. Es folgten erfolgreiche Jahre in denen viele Siege gefeiert werden konnten. Er trieb auch den Aufbau aller im Hintergrund laufenden Geschichten voran und bald hatte sich um ihn herum eine starke Organisation gebildet. Die Rhinos hatten es geschafft ein Footballteam aus dem nichts zu erschaffen. Wahrscheinlich das letzte Team das in dieser Art und Weise das Licht der Welt erblickt. Es war Zeit sich an alte Freunde zu wenden und so brachte er Dietmar Almbauer mit an die Mur. Ein guter Griff wie sich bald zeigen würde. Man hatte bald eine Fanbasis geschaffen, bei Veranstaltungen für die Allgemeinheit seinen Beitrag geleistet, viele Trainer und um die Spieler ausgebildet, selbst eine Jugendabteilung wurde ins Leben gerufen.  

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mit Brucks Bügermeister a.D. Peter Koch, vor dem Halbfinale 2019 gegen die Dragons

Aus dem Footballödland Obersteiermark wo man damals nur wenige finden konnte, die vom Footballfieber beseelt waren, ist eine Football Enklave entstanden in der es von Footballfachwissen nur so wimmelt. Neben den ausgebildeten Spielern gibt es auch eine aktive Fangemeinde und grandiose Heimspiele die immer gut besucht wurden. So zogen die Jahre ins Land.

Es ist also sehr viel positives passiert im Brucker Football Kontinuum und unser Redelsführer hatte durchaus einen großen Einfluss auf alles was sich bei den Nashörnern in den letzten Jahren entwickelt hat. Neben der Position als Cheftrainer war er auch in der Jugendabteilung tätig und maßgeblich am Aufbau der U18 beteiligt die er in ihrer ersten Saison 2018, als Headcoach zu einer Finalteilnahme führen konnte. Unter Jugendleiter Thomas Birkner hatte man damals die beste Zeit des Jugendprogramms erlebt. Eine Freundschaft die sich auch in anderen Bereichen sehr positiv auswirken sollte, war er doch auch Teil des Rhinos Vorstandes und der sportliche Leiter der ganzen Unternehmung.

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das Dreigestirn der Rhino Trainerriege, Koegeler, Almbauer und Zenz, Finale 2019 gegen die Enthroners

Das Herrenteam durfte sich über große Erfolge freuen. Unter seiner Regentschaft stieg man von der fünften in die zweite Liga auf, durfte zwei Endspiele in Oberaich austragen und war viermal in die Playoffs vorgedrungen. Eine stabile Leistung, in nur sechs Meisterschaften an denen man bisher teilgenommen hat, fast immer von Erfolg zu Erfolg geeilt zu sein.

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Jubelszenen nach dem Finaleinzug, Overtimesieg in Schwaz 2019

In letzter Zeit ist dieser sportliche Erfolg jedoch ein wenig rückläufig gewesen was nun zu der Entscheidung geführt hat, den Trainerstab zum ersten Mal seit dem Bestehen des Clubs signifikant zu verändern. Das letzte Jahr hat deutlich gezeigt, dass es an der Zeit ist andere Impulse zu setzen, vielleicht einen neuen Weg eizuschlagen um an die vergangenen Zeiten anzuknüpfen.

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U18/9er Finale in Hohenems gegen die Devils, Danke für die geile Zeit Jungs

Einen Weg den Zenz auch weiter begleiten wird, denn der Abschied von der Sideline heißt nicht, dass er den Club verlässt. Er wird auch weiterhin Teil der Rhinos Führungsriege und des Vorstandes bleiben und seine Position als Sportdirektor weiter ausfüllen. Er wird sich in Zukunft also um andere Aufgaben kümmern, während unser bestens ausgebildetes Team die sportlichen Belange in Zukunft unter einem neuen Headcoach in die Tat umsetzten wird. Wir haben unseren Chef um eine kurze Stellungnahme ersucht und haben das zu hören bekommen.

„Ich möchte mich bei allen Spielern bedanken die unter mir trainiert und gespielt haben und bei allen Trainern die mir geholfen haben dieses Team zu formen. Für euer Vertrauen, eure Loyalität, euren Einsatz und eure Jugend die ihr mir gegeben habt. In acht Jahren die ich nun an der Spitze dieser Mannschaft stehen durfte, habe ich nur Anerkennung und Respekt erfahren, von allen Spielern, Trainern, unseren Fans, dem Vereinsvorstand und allen die für unsere Unternehmung tätig sind oder es waren. Viele haben sich in den Jahren zu herausragenden Persönlichkeiten entwickelt und es war immer eine Freude und Wohltat mit diesen jungen Männern zusammenzuarbeiten. Ich bin mir bewusst, dass nicht alles ganz perfekt gelaufen ist, ich sicher einige Entscheidungen getroffen habe die sich im Nachhinein als Fehler entpuppt haben. Trotzdem hat mir mein Team immer das vollste Vertrauen entgegengebracht und meine Schwächen klaglos toleriert. Ich bin sehr stolz eine Mannschaft trainiert zu haben die neben ihrer großartigen sportlichen Qualität aber so viel mehr für mich ist. Wir haben es geschafft ein Team zu formen in dem unfassbar viel menschliche Qualität steckt, was man es in unserem Sport nicht überall in diesem Ausmaß findet. Der Ausspruch „Footballfamilie“ wird sehr oft zitiert und ich kenne unsere Footballszene sehr genau. Ich weiß wie es bei manchen Teams zugeht, wie dort mit Spielern oder Trainern umgegangen wird und deshalb ist es, wie ich finde, unsere größte Errungenschaft eine solch eloquente Mannschaft zusammengestellt zu haben. Eine Mannschaft die so viel größer ist als die Summe ihrer Teile. Das bei uns der Mensch weit über jedem sportlichen Erfolg steht und wir diese Art unseren Sport zu leben auf den ganzen Club, die Fans und die regionale Gesellschaft projizieren konnten.

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Höhepunkt der Clubgeschichte, 1000 Zuschauer sehen das Finalspiel 2018, gegen den ungarischen Staatsmeister und heutigen ELF Teilnehemer Fehervar Enthroners

Nach nun acht Jahren habe ich der Sache alles gegeben was ich beitragen konnte. Es ist eine der schwierigsten Entscheidungen den perfekten Zeitpunkt zu erwischen um die Verantwortung und auch die Macht in andere Hände zu legen. Gerade jetzt gibt es eine Vielzahl junger talentierter Leute bei uns, die genau den richtigen Grad an Alter und Erfahrung haben um die Sachen so weiterzuführen wie man es von uns in unserem Umfeld erwartet. Deshalb bin ich bester Dinge das mein Rücktritt Raum schafft um andere Ideen, andere Wege und andere Herangehensweisen hervorzubringen die uns in eine strahlende sportliche Zukunft führen werden. Danke an alle die mich in diesen Jahren unterstützt haben, es war für mich wie eine Zeitreise die mir noch einmal die Chance gegeben hat die ganze Bandbreite an Emotionen zu erleben die einem Football geben kann. Diese Zeit war voller Highlights und nur weniger Enttäuschungen. Es waren wunderbare Jahre und ich werde allen Beteiligten in Freundschaft verbunden bleiben. Ich bin unglaublich dankbar für jeden einzelnen der meinen Weg begleitet hat. Bei drei Personen möchte ich mich aber ganz besonders bedanken. Dietmar Almbauer, Thomas Karl Birkner und Johannes Papst. Ohne euch hätte ich nicht mal den Funken einer Chance gehabt.

Football ist auf den ersten Blick so einfach. Man wirft den Ball, fängt den Ball oder man kickt den Ball. In Wahrheit ist es so viel mehr. Meine Spieler haben mich für viele Jahre vergessen lassen das die Zeit für uns alle nicht stehen bleibt. Ich schulde ihnen so viel. Die Jahre sind vorbeigezogen und haben uns fantastische Erlebnisse gegeben, das wichtigste von allem aber, Freundschaften und Bande für die Ewigkeit geschmiedet. Danke Männer“  

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Nightgame in Schwaz 2021, einer der schönsten Abende in der Rhinogeschichte, trotz der Niederlage

Da ist er dann doch tatsächlich noch mal sentimental geworden unser Chef. Am Ende verlässt er das Team mit einer Bilanz von 36 Siegen und 29 Niederlagen in Bewerbsspielen. Die Rhinos sagen danke für die vielen Stunden die unser scheidender Cheftrainer in die Arbeit mit dem Team gesteckt hat. Man kann sich sicher sein, dass er nicht allzu weit von den Jungs entfernt sein wird, wenn die nächste Saison startet und hoffen das er uns als Sportdirektor noch viele Jahre begleiten wird.

Ein kurioser Fakt zum Ende. Almer und Zenz haben die Sache gemeinsam angefangen. Und es sind auf den Tag genau acht Jahre, bevor die beiden mit dem letzten Spiel der Saison 2023 ihre Laufbahn auf dem Feld beendet haben. Wieder ein 26ter Juni by the Way.

 

Fotos: Meieregger, Schwammenschneider, Wabnegger, Archivmaterial (das Giants Foto stammt von Niki Pommer glauben wir)

 

 

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